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| 03.04.2026 20.00 Uhrdeutsche Originalfassung |
| Das Verschwinden des Josef Mengele |
| Regie und Drehbuch Kirill Serebrennikov Buchvorlage Olivier Guez Director of Photography Vladislav Opelyants Art Direction Liubov Korolkova Schnitt Hansjörg Weißbrich Kostüme Tatiana Dolmatovskaya Maskenbild / Head of Make-up Mariia Tutukina Musik Ilya Demutsky Originalton David Almeida-Ribeiro, Simon Peter Sound Design Olivier Touche, Margot Saada, Olivier Goinard Mit August Diehl, Max Bretschneider, David Ruland, Friederike Becht, Mirco Kreibich, Dana Herfurth, Karoly Hajdyk, Falk Rockstroh, Annamaria Lang, Tilo Werner, Burghart Klaußner F/D/MEX/USA/UK/ARG/ESP/LET 2025 135 min |
| OFFIZIELLE HOMEPAGE |
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Buenos Aires, 1956. Unter dem Namen Gregor lebt Josef Mengele, der ehemalige KZ-Arzt von Auschwitz, im Exil. Unterstützt durch ein Netzwerk aus Sympathisanten und finanziert von seiner Familie, gelingt es ihm über Jahre hinweg, der internationalen Justiz zu entkommen. Der Film folgt Mengeles Fluchtweg von Argentinien über Paraguay bis nach Brasilien, wo er zuletzt unter falscher Identität in São Paulo lebt. Er ist gealtert, einsam, krank. Als ihn sein erwachsener Sohn Rolf aufspürt, kommt es zu einem letzten, stummen Aufeinandertre]en zwischen den Generationen. DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE basiert auf dem preisgekrönten Roman von Olivier Guez und zeichnet ein schonungsloses Bild von Ideologie, Verdrängung, Verantwortung und einer Gesellschaft im Schatten ihrer Vergangenheit. “Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman Olivier Guez', der ihn 2017 unter dem Originaltitel La disparition de Josef Mengele mit vielen historischen Details veröffentlichte. Serebrennikov zeigt, wie Mengele mit anderen Nazis in Argentinien weiter Hakenkreuzfahnen hisst und Frauen schlecht behandelt, wie er dann in Brasilien und Paraguay untertaucht. Nach der Festnahme Adolf Eichmanns 1960 wird es für den Lagerarzt von Auschwitz brenzlig."Der Standard “August Diehl in der Hauptrolle bietet eine grandiose Performance. Über den Zeitraum von drei Jahrzehnten entwirft er das Psychogramm eines Unbelehrbaren, der sich keiner Schuld bewusst ist. Eine mediokre Gestalt, besessen von der Idee einer Herrenrasse, zu der er sich selbstverständlich zählt, anders als all die anderen um ihm herum. Mal aufbrausend, mal weinerlich gibt er sich ganz dem Selbstmitleid hin." ndr.de “Der Film ist ein starkes Statement gegen das Verdrängen. Er wirft die Frage auf, ob es Gesellschaften heutigen Kriegsverbrechern immer noch so leicht machen würden, ihrer Strafe zu entkommen." ndr.de “Serebrennikov und sein hervorragender Kameramann Vladislav Opelyants haben ihren Film, der immer wieder zwischen den Zeitebenen springt, in Schwarz-Weiß gedreht, das suggeriert nicht nur, dass in einer Vergangenheit, die wir alle als eher bunt erinnern, ein Ewiggestriger herumläuft, es illustriert auch den Schattencharakter Mengeles in Südamerika." epd-film.de “DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE, Kirill Serebrennikows Studie des Auschwitz-Lagerarztes, ist ein schillernder Ausflug in die Kälte." sueddeutsche.de “Mit kühlen Schwarz-weiß-Aufnahmen und ebenfalls vom Film Noir inspirierter Musik, im Wechsel mit prasselndem Regen und Hundegebell schafft Serebrennikov Distanz und unterstreicht die Tristesse, die Alter, Krankheit, Selbstmitleid, Angst vor Verrat und Entdeckung mit sich bringen. In Armut, Zerfressen von Hass und Paranoia lebt Mengele als gebrochener Mann in einem Dschungel, der so gar nichts mit seinen nordischen Idealen zu tun hat. Nichts bleibt ihm zuletzt. Auch nicht der Name. Sein Feind, der hier Vergeltung übt, heißt Zeit." uncut.at “Serebrennikov gelingt eine filmische Umsetzung, ohne einfache Antworten, dafür mit moralischer Klarheit. Mit kalter Präzision verfolgt er die Fluchtjahre des »Todesengels von Auschwitz« durch Südamerika, und es gelingt ihm, die Figur des Josef Mengele als Inbegriff menschlicher Abgründe darzustellen. Seine Regie besticht durch formale Strenge und visuelle Kraft. Die Entscheidung, den Film in Schwarz-Weiß zu drehen und nur Auschwitz-Sequenzen in Farbe zu zeigen, ist von symbolischer Wucht." artechock.de
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