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NOWHERE BOY VON MENSCHEN UND GÖTTERN THE KING´S SPEECH ABENDLAND MADE IN DAGENHAM BIUTIFUL
Kottan ermittelt    
ABENDLAND 03.02.201220.00 Uhr
EIN FILM VON NIkoloaus geyrhalter DREHBUCH Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter, Maria Arlamovsky KAMERA Nikolaus Geyrhalter SCHNITT Wolfgang widerhofer TON Lea Saby, Hjalti Bager-Jonathansson, Andreas Hamza, Lenka Mikulova, Nicolas Joly, Ekkehard Baumung Ö 2011 88 MIN

OFFIZIELLE HOMEPAGE

Ein Filmpoem über einen Kontinent bei Nacht, eine verdämmernde und gleichzeitig hochangespannte Kultur, ein "Abendland", das sich – oft etwas selbstbesessen – als Gipfelpunkt der menschlichen Zivilisation sieht und gleichzeitig als Dienstleistungs-Gesellschaft sehr pragmatisch vor sich hin wuchert: Nikolaus Geyrhalter sieht sich um in einem Paradies, in dem das Beschützen auf ganz verschiedene Weise verstanden wird.

Nachtarbeit gegen selbstvergessene abendliche Ablenkung, Geburt und Tod, Fragen, die im Halbdunkel einer Antwort harren, Sprachengewirr, Nachrichtenroutine und politische Verhandlungen – dies alles in Bilder gefasst, auf deren Detailreichtum man sich einlassen muss.

Je länger man ein Wort ansieht, desto ferner sieht es zurück: ABENDLAND.

Manche Dinge sieht man in der Nacht klarer: ABENDLAND, der neue Kinofilm von Nikolaus Geyrhalter, durchmisst in einer großen assoziativen Reise ein nächtliches Europa in vielen Facetten. Pulsierende Dienstleistungs­ und Wohlstandsgesellschaft, Bollwerk der Sicherheit und Ausgrenzung, urbane Zivilisation, hedonistischer Vergnügungstempel, beflügelt und belastet zugleich von Geschichte, Tradition, Hochkultur. Nachtarbeit, Selbstvergessenheit, Lärm und Stille, Sprachverwirrung und Übersetzungsprobleme, erste Schritte ins Leben, Krankheit, Tod und verzweifelte Versuche, Grenzen zu überschreiten: All dies entfaltet sich durch Geyrhalters Kamera und in Wolfgang Widerhofers kongenialer Montage zu einem bildmächtigen Essayfilm über einen Kontinent und über das Prinzip "Abendland", von dem man manchmal den Eindruck gewinnt, es würde langsam veratmen.

AUSZEICHNUNGEN

  • Split Film Festival 2011: Grand Prix Special Mention
  • Planete Doc Film Festival in Warschau: Millennium Award für den "außergewöhnlichsten Kinodokumentarfilm des letzten Jahres" und The Canon Cinematography Award, Lobende Erwähnung für "Beste Kamera"
  • Diagonale: Preis für Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm